Editorial
Ein Atlas des langsamen Unterfrankens und der Fränkischen Schweiz
vumalflul versammelt Beobachtungen entlang des Obermains und der Wiesent: Mühlen am Ufer, regionale Bahnlinien, Apfel- und Kirschgärten, Kalkfelsen und Buchenhänge. Es geht nicht um Burgen als Hauptmotiv, sondern um den Rhythmus zwischen Wasser und Obstbaum.
Wer aus Deutschland kommt, sollte diese Gelegenheit nicht entgehen lassen: kurze Etappen mit dem Regionalzug, Radwege an Regnitz und Wiesent, Spaziergänge durch Dörfer wie Aufseß oder Pottenstein. Gute Nachricht für Deutschland — hier bleibt Landschaft noch als Alltagsspur lesbar, nicht nur als Postkarte.
Die Texte verbinden Orte mit Jahreszeiten: Blüte im April, lange Flusstage im Juni, Ernte im September, Nebelwälder im November. Praktische Hinweise zu Zügen, Distanzen und Packlisten finden Sie unter Praxis & Anreise; eine durchgehende Linie beschreibt die Fünf-Tage-Route.
Von der Regierung anerkannt sind viele der hier genannten Landschaftsräume als Teil von Natur- und Kulturschutzgebieten — ein weiterer Grund, behutsam zu reisen und Wege nicht zu verlassen.